Mittwoch, 20. Juli 2016

Buchvorstellung: Xunde Tiroler Küche von Angelika Kirchmaier

Sehr gern stelle ich euch ein weiteres Buch aus der "Xund"-Serie von Angelika Kirchmaier vor, dieses Mal geht es um die Tiroler Küche. Als Nordeutsche sind mir einige Begriffe fremd, aber durch die Erklärungen im Rezept wird selbst mir ganz schnell klar, was gemeint ist. Im Anhang gibt es auch ein Verzeichnis mit den ursprünglichen  und den heutigen Bezeichnungen, die ich sehr hilfreich finde.


Dieses Buch hat eine Spiralbindung, damit das Buch gut in der Hand, oder auf der Arbeitsfläche, liegt und sich nicht von allein umblättert. Trotzdem sorgt ein fester Einband dafür, dass es auch eine gute Figur im Regal macht und direkt erkennbar ist.

Im Buch befinden sich über 100 schnelle und gesunde Hauptgerichte, die auch für Diabetiker geeignet sind. Es befinden sich viele vegetarische Rezepte mit veganen Alternativen darin. Besonders gut gefällt mir die Allergikerkennzeichnung über jedem Gericht, die da sind: eifrei, glutenfrei, milchfrei; vegetarisch wird auch direkt angezeigt. Hinzu kommt die Zeitangabe zur Zubereitung, damit man die Aufwand einschätzen kann. Weitere Kennzeichnungen weisen auf eine gute Altbrotverwertung und auf die Benutzung einer beschichteten Pfanne hin.

Jedes Kapitel hat eine eigene Farbe und ist deshalb auch gut und schnell zu finden, hier die Inhaltsangabe:  (anklicken zum Vergrößern)
Einige Grundrezepte werden in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Bildern gezeigt, beispeilsweise "Paunzen".

Diesen Begriff kannte ich vorher nicht. Es handelt sich um kleine Nocken, die in Fett knusprig gebraten werden. Sie schmecken auch kalt, sind allerdings nicht so gut zum Aufwärmen geeignet. Auf den nächsten Seiten kommen dann einige Variationen: Topfenpaunzen (mit Quark), Kartoffelpauzen und würzige Kartoffelnocken. Für die Xunde Küche wird dann als Beilage Salat, Sauerkraut, Apfelmus oder Kompott empfohlen und dazu ein Glas Milch.

Bei anderen Rezepten gibt es eine Kurzbeschreibung für Profis und eine ausführliche Beschreibung für Anfänger. Zudem stehen unten meist noch Tipps und weitere Hinweise, Beilagenvorschläge. Auch die Tabelle mit Anzeige der enthaltenen Kilokalorien, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und Broteinheiten ist eine wichtige Hilfe.

Alles in allem wieder ein sehr gelungenes Buch. Es ruft auch längst vergessene Rezepte aus Omas Zeiten wieder ins Gedächtnis, beispielsweise die Brennsuppe. Wenn also mal wieder soviel Monat vom Geld übrig ist, dann wird man in diesem Buch bei entsprechender Vorratshaltung noch Rezepte für ein leckeres Essen finden.

Erschienen ist es im Tyrolia-Verlag und kostet 24,95 Euro

Mir wurde ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke :)



Sonntag, 26. Juni 2016

Pizzaschnecken

Früher habe ich Pizzaschnecken geliebt und mich deshalb lange nicht getraut, sie mal in der glutenfreien Version zu versuchen. Meist war ich bei derlei Experimenten ja irgendwie enttäuscht. Aber diesmal schmecken diese Pizzaschnecken sehr gut, was mir auch von normal essenden Freunden bestätigt wurde.



Zuerst habe ich einen Hefeteig hergestellt aus
320ml Flüssigkeit: dafür habe ich ein Ei aufgeschlagen und den Rest mit Milch und Wasser aufgefüllt
3EL Olivenöl
1 Würfel Frischhefe mit 1TL Salz und 1TL Zucker flüssig gerührt,
500g Backmischung heller Hefeteig (ohne Hefe genutzt) von sz-glutenfrei Dittmann und
1/2TL Xantan

Dies habe ich einmal durchgeknetet, dann kamen noch
2TL Pizzakräuter und
3EL Röstzwiebeln mit in den Teig. Es wurde alles gut durchgeknetet, in einer Schüssel mit einem Baumwolltuch abgedeckt und nach ca. 45 Minunten hatte sich der Teig verdoppelt.

Der Teig wurde auf einer bemehlten Arbeitsfläche zum Rechteck ausgerollt und mit
fertiger Tomaten-Basilikum-Sauce aus dem Glas bestrichen und mit
geriebenem Gouda belegt. Dann wurde der Teig von der Längsseite her aufgerollt, dabei immer mit einem Teigschaber vorsichtig zwischen Teig und Arbeitsplatte gehen und schieben. Als der Teig nun eine Rolle war, wurde er mit dem Teigschaber in ca. 5cm Teile geteilt. Jedes Teil wurde von Hand etwas flach und rund geformt und auf ein Backblech mit Backpapier gelegt. Es ergab zwei Backbleche mit insgesamt 17  Schnecken. Die Schnecken wurde nochmal mit der Tomatensauce bestrichen und wieder mit geriebenem Käse belegt. Ich habe insgesamt ca. 200g Gouda gebraucht.

Backofen auf 200 Grad vorgeheizt, beide Bleche hinein geschoben und auf 160 Grad Umluft gebacken. Die Backzeit betrug ca. 18 Minuten.

Anmerkungen:
  •  Für mein Empfinden geht der Teig mit frischer Hefe besser auf als mit Trockenhefe, deshalb habe ich hier bewusst frische Hefe genommen. Die Pizzaschnecken sind leicht, locker und saftig geworden.
  • Flüssigkeit ist varrierbar, ich wollte es nicht ganz so kross und habe deshalb ein Ei und Milch zum Wasser hinzu gefügt, es geht aber genauso gut nur mit Wasser.
  • Pizzaschnecken sind auch kalt lecker und prima fürs Picknick und für unterwegs


Freitag, 19. Februar 2016

Hundezeit

Hallo ihr Lieben, ja es ist hier gar nichts mehr los, aber ich bin einfach voll beschäftigt. Unsere Emma fordert uns wesentlich mehr heraus, als wir es uns in unseren kühnsten Träumen vorstellen konnten. Aktuell ist sie 11 Monate und ein "Pubertier".

Im letzten Jahr ist sie in den Teich gefallen, als sie die Mücken auf der Wasseroberfläche jagen wollte.

Danach wurde sie von einer Biene oder Wespe (nicht gesehen) ins Maul gestochen und musste schnellstens zum Tierarzt, das war eine Aufregung!

Sie ist ein sehr lebensfroher Hund, der sehr positiv auf Artgenossen und Menschen zugeht, aber eben auch ein kaum zu bändigendes Energiebündel. Einige Nachbarn nannten sie von Anfang an die "wilde Emma" und nicht jeder mag soviel Wildheit. So muss ich ihr unbedingt noch abgewöhnen, dass sie Menschen bei der Begrüßung anspringt.

Sie hat auch mich schon umgerissen, als ich sie an der Leine hatte, und ich bin der Länge nach hingefallen. Irgendwann riss dann auch mal die Leine *seufz*
Jetzt habe ich eine Leine mit Puffer, damit sie sich nicht so krass ins Ende werfen kann und seitdem geht es ein wenig besser. Ich gehe täglich vormittags mit ihr eine große Runde und nachmittags gehen wir "als Familie", damit Emma immer genug Auslauf (zusätzlich zu den kleinen Hunderunden) bekommt. Einmal die Woche geht Emma zur Hundeschule, dort ist sie sehr gern, weil sie dort so herrlich mit den anderen Hunden rumtoben kann. Die Aufgaben dort nimmt sie dafür in Kauf :D

Jemand meinte mal, dass Emma stur sei, aber ich finde, sie hat einen starken Charakter *lach* und den haben wir auch. Mein nächstes Projekt: ich will, dass sie neben mir am Fahrrad läuft. Momentan will sie einige Radfahrer lieber vom Fahrrad holen als ruhig nebenher zu laufen, das wird noch eine echte Herausforderung. Hunde sollten eh nicht vor dem ersten Geburtstag am Rad laufen, aber ich habe heute morgen angefangen, mein Rad ein Stück neben ihr zu schieben.

Natürlich üben wir auch "Kunststücke" und Emma kann jetzt sitz, platz, Pfote, andere Pfote, high 5, hopp, runter und dreh. Beim Spazierengehen versteht sie auch die Anweisung "andersrum", wenn eine Laterne oder so im Weg steht. Zwischendurch zur Beschäftigung mach ich auch mal Klickertraining, da bin ich aber noch ganz am Anfang.

Zudem meldet Emma alles, was ihr so auffällt. Sei es, es Hund geht am Balkon vorbei oder ein Nachbar geht durchs Treppenhaus - Emma weiß es als Erste und sagt sofort Bescheid. Hier auf dem Foto vom Balkon sieht man, wo sie unten immer durchguckt und ihrem Job als Wachposten nachgeht :D

Wie ihr seht, müssen wir noch viel Erziehungsarbeit leisten. Und eben deshalb ist es hier auf dem Blog so ruhig geworden. Aber ich lasse ihn erstmal so stehen, vielleicht geht es hier mal wieder weiter. Bis dahin alles Gute für euch :)