Montag, 27. Oktober 2014

Rezension: Zauberhafte Weihnachtsbäckerei - glutenfrei

Vor einiger Zeit wurde mir das Backbuch "Weihnachtsbäckerei - glutenfrei" von Anja Völkel als Rezensionsexeplar angeboten. Es ist im pala-verlag erschienen unter der ISBN 978-3-89566-338-3 und kostet 14,00€. Das Buch ist auf Papier aus 100% Recyclingmaterial gedruckt und klimaneutral produziert.

Der Pala-Verlag versucht mit seinen Büchern Alternativen zum "normalen" Zivilisationsleben aufzuzeigen. Das können andere, gesündere Ernährungsformen, andere Therapien, andere Formen der Landwirtschaft und andere Formen der Tierhaltung sein. Dabei werden aber nur Möglichkeiten aufgezeigt und niemals die eigene Meinung für die einzig Richtige gehalten.

Die mir bekannten Bücher des pala-verlags sind liebevoll illustriert und eher einfach gehalten, auf (aufwendige) Fotos wird verzichtet, so auch die "Zauberhafte Weihnachtsbäckerei - glutenfrei". Illustriert wurde das Buch von Lisa Apfelbacher.

 Es handelt sich um einen festen Einband ungefähr im DIN A 5-Format. Der Inhalt setzt sich zusammen aus einer kleinen Warenkunde, die über diverse Mehle, Nüsse und Samen sowie Gewürze informiert. Und dann sind die Rezepte untergliedert nach

  • Basics
  • Plätzchen - ausgestochen, geformt, gefüllt
  • Makronen, Lebkuchen & Plätzchen, geschnitten vom Blech
  • Stollen & Kuchen
  • Leckereien & Geschenkideen

Zusätzlich gibt es noch ein Foto und ein paar Sätze zur Autorin. Sie legt besonderen Wert auf möglichst vollwertige und naturbelassene Zutaten sowie sicheres Gelingen. Sie verzichtet auf Fertigmehle und auf Hefe, hier wird auch auf die Doppelunverträglichkeit von Gluten und Histamin eingegangen und bei den Basics gute Tipps gegeben. Am Ende des Buches befindet sich ein alphabetisches Rezeptverzeichnis.

Alle gängigen Weihnachtsbackwaren werden hier angeboten, beispielsweise sieben(!) verschieden Stollenrezepte, angefangen vom einfachen Quarkstollen über Marzipan-Maronen-Stollen bis hin zum Mohn-Rumtopf-Stollen, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch Dominosteine, diverse Lebkuchen, Spekulatius, Hirsekringel, Butterplätzchen, Schwarz-Weiß-Gebäck und Pfeffernüsse können nachgebacken werden. Insgesamt enthält das Buch 120 erprobte Rezepte.

Als ich gelesen habe, dass die Mehle einfach zu beschaffen sind, war ich erst skeptisch und mein Göga verdrehte die Augen - oft genug sind wir schon suchend durch Biomärkte und Reformhäuser gewandelt. Aber unsere Vorbehalte waren völlig umsonst, ich konnte einen Großteil der Mehle direkt in der Foodoase.de mitbestellen und so einfache Dinge wie Maisstärke gibt es sogar im hiesigen Discounter. 
Ausprobiert hat meine Co-Autorin Svenja die Pfeffernüsse, die sie sehr gelungen und lecker fand. Da sie noch Oblaten da hatte, hat sie die Pfeffernüsse auf Oblaten gebacken, im Rezept sind sie ohne. Originalzitat von Svenja zu dem Buch: "Da find ich so viele Sachen toll, das ist ein Standardwerk, was ich mir noch zulegen werde!"

Ich hab mich für das Schwarz-Weiß-Gebäck entschieden. Das Schwarz-Weiß-Gebäck ließ sich nicht so gut ausrollen, aber ich konnte Rollen formen und so dann das Gebäck fertig stellen.

 Da ich beim Plätzchen backen eher ein ungeduldiger Grobmotoriker bin, habe ich dann kurzerhand meine Plätzchenform rausgeholt und den restlichen Teig dort hinein gedrückt und da fand ich das Backergebnis richtig super.
Und dann waren da noch die übrig gebliebenen Eiweiße, die ich zu Mandelmakronen verarbeitet habe. Laut Buch sollen sie auf 120 Grad 20 Minuten gebacken werden. Danach waren sie aber noch nicht "durch" und ich habe sie auf höherer Temperatur nachgebacken. War dann aber letzten Endes nicht mehr wirklich lecker, schade.

Ich schreib mir sowas dann direkt mit ins Buch und werde beim nächsten Mal direkt eine höhere Temperatur einstellen.

Mein Fazit: Endlich mal ein Buch ohne Fertigmehle! Da bekommt man ein ganz neues Gefühl für die diversen Mehle und je mehr ich von den Backeigenschaften und dem Baukastensystem verstehe, desto leichter fällt mir die Umsetzung. Es spielt keine Rolle mehr, von welchem Hersteller ich welches Fertigmehl benutze, das Ergebnis wird berechenbarer und zuverlässig.

Die Illustrationen sind wirklich sehr liebevoll und nett anzusehen, es ist ein richtiges Buch für "Liebhaber". Leider vermisse ich die ein oder andere Zeichnung, wie das Gebäck am Ende aussehen soll, beispielsweise bei mir unbekannten Backwaren. Trotzdem möchte ich das Buch nicht mehr missen und habe mir fest vorgenommen, weitere Rezepte nachzubacken, vor allem auch die Dominosteine.

Ergänzung vom 5. November 2014

Heute habe ich den Quarkstollen ausprobiert. Laut Rezept wird er im Stück auf dem Backblech gebacken, ich habe mich für kleine Stollen in der Backform entschieden, die Stollen blieben bei mir 35 Minuten bei 175 Grad im Ofen und schmecken hammerlecker!


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Samstag, 25. Oktober 2014

Produkttest: Felicia Bio, anbei: Schnelle Tomatensauce

Anlässlich des Weltnudeltages berichte ich euch heute über Felicia Bio, eine glutenfreie Pasta-Spezialität aus dem Familienunternehmen Molino Adriani in Italien. Der Traditionsbetrieb produziert ausschließlich glutenfreie Pasta in Bioqualität und kann somit Konterminationen ausschließen. Sämtliche Sorten in meinem Paket sind eifrei.

Mein Testpaket erreichte mich schon einen Tag nach dem sehr netten e-mail-Kontakt, sozusagen mit Schallgeschwindigkeit :-D
Da ich gern Lasagne in meinem neuen SlowCooker kochen wollte, war ich natürlich in erster Linie neugierig auf die Mais-Reis-Lasagneplatten. Sie bestehen zu 55% aus Mais und 45% aus Reis, und müssen nicht vorgekocht werden.

Die Buchweizen-Pasta schmeckt herzhaft, leicht nussig. Besonders gut passt sie zu einer herzhaften oder cremigen Käsesauce. Besteht aus 100% Buchweizen.

Die bunten Nudeln heißen Reis-Pasta-Tricolore. Sie sind nicht nur ein Hingucker, sie präsentieren die fröhlichen Farben Italiens auch optisch und bestehen zu 96% aus Reis und je 2% Tomaten und Spinat.

Die 4-Korn-Pasta ist die Vielseitige mit einer Mischung aus Mais, Reis, Buchweizen und Quinoa. Sie sorgt für einen runden aromatischen Geschmack und macht die Pasta vielseitig einsetzbar.

Soweit also die Theorie und nun der Praxistest. Zuerst kam die 4-Korn-Pasta mit einer schnellen selbstgemachten Tomatensauce auf den Prüfstand. Dafür zuerst den Wasserkocher voll Wasser zum Kochen aufsetzen.

Schnelle Tomatensauce: eine Zwiebel würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen, ein EL gf Mehl darüber stäuben und gut verrühren, dann nach und nach mit 0,75 Tomatensaft auffüllen. Gewürzt habe ich mit Salz, Pfeffer, Prise Zucker und italienischen Kräutern. Als die Sauce fertig war, habe ich das Wasser aus dem Wasserkocher in einen Kochtopf  gegeben . Wie sagt der Sternekoch Frank Rosin immer so gern? Die Sauce wartet auf die Nudeln ;) Also flugs die Nudeln gekocht, in der Anleitung stand 6-8 Minuten, aber ich fand sie erst nach 9 Minuten okay. Mit frisch geriebenem Parmesan ein Gedicht, ich denke aber, dass es hauptsächlich für Liebhaber der herzhaften Vollkornküche ein Genuss ist. Also für mich :D Meinem Mann bräuchte ich damit wohl nicht zu kommen. Absichtlich habe ich gleich die doppelte Menge gekocht und die restliche Pasta am Folgetag in der Pfanne gebraten. Sie behielt zu 90% ihre Form, das hat mich sehr gefreut.
Es gab die aufgebratene 4-Korn-Pasta mit Zucchini, Rührei und Tomatensauce. Ich finde, die Pasta macht auch aufgebraten eine gute Figur :-)

Die Lasagne wurde, wie bereits erwähnt, im Slowcooker gegart. Dafür habe ich Hack mit Gemüse angebraten, mit gehackten (Dosen-)Tomaten und Tomatensaft aufgefüllt und mit den Lasagneplatten im Slowcooker geschichtet. Hier ist zu beachten, dass gf Lasagneplatten viel Flüssigkeit aufsaugen, also lieber etwas mehr Sauce nehmen als zu wenig ;) Zum Abschluss gab es eine Sauce aus SojaCuisine und einer halben Packung lactosefreier Käsekochcreme und frisch geriebenen Gouda. Ich war so mutig und habe alles von Anfang an zusammen in den Slowcooker gegeben (auch den Käse), denn dafür ist er ja schließlich da. Nach 5 Stunden "Slow" war das Essen fertig und schmeckte sehr lecker, gar nicht so typisch glutenfrei. Geschmacklich wäre es bei meinem Mann und mir als ganz normale Weizen-Lasagne durchgegangen - aber natürlich war es glutenfrei! Ein größeres Kompliment kann es von unserer Seite nicht geben.
Als Gegentest habe ich auch eine Portion normal für den Backofen zum Überbacken fertig gemacht, da wird die Lasagne für 45 Minuten bei 200 Grad gebacken. Das fand meine Käsesauce zu heiß und da sie schnell dunkel wurde, musste ich mit der Temperatur runtergehen.

Das hat der Lasagne keinen Abbruch getan, sie war trotzdem nach 45 Minuten gar und auch hier - sehr lecker!

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